SPD Kreistagsfraktion Rhein-Lahn

SPD: Seilbahn und Rodelbahn mit Welterbestatus vereinbar - Landrat Kern beantwortet Anfrage im Kreistag

Kommunales

Eine kurze Anfrage, aber eine ausführliche Antwort von Landrat Günter Kern. Zur jüngsten Kreistagssitzung hatte die SPD-Fraktion die aktuellen Debatten im Welterbe Oberes Mittelrheintal zur Sommerrodelbahn auf der Loreley und zur Seilbahn in Koblenz zum Thema gemacht.

In Sachen Seilbahn betonte Kern, dass sie zwar von Anfang an befristet war, aber sich zu einer absoluten Erfolgsstory für die Festung Ehrenbreitstein, Koblenz und der gesamten Region entwickelt hat. Er zog einen Vergleich zu anderen Welterbestätten, die mit Seilbahnen erschlossen und belebt werden, etwa in den Dolomiten. "Warum soll das nicht auch hier gehen?", so Kern.
Zur Sommerrodelbahn wies der Landrat darauf hin, dass die vorläufige Beurteilung während des Baus im Winter stattgefunden hatte. Mittlerweile ist das Areal wieder begrünt und damit fällt die Bahn kaum noch auf. "Es gibt eine gültige Baugenehmigung und die Sommerrodelbahn erhöht die Verweildauer auf der Loreley", erläuterte Kern.

Zur Entwicklung des Welterbes selbst erläuterte Kern ausführlich. Mit der Verleihung des Welterbetitels wurde in der Region vieles neu angestoßen. Insgesamt wurden nach Auskunft des rheinland-pfälzischen Innenministeriums über 400 Millionen Euro in das Welterbegebiet investiert. Alleine in den Jahren 2009 und 2010 flossen 22 Millionen Euro zusätzlich aus Bundesmitteln. Die Festung Ehrenbreitstein, das Blüchermuseum in Kaub, die Infrastruktur rund um die Marksburg und die Philippsburg in Braubach haben von den Geldern profitiert. Daneben wurden Projekte wie die R(h)einblicke, der Rheinsteig, die Welterbegastgeber, erstmals ein gemeinsamer Schifffahrtsplan oder die Comicfigur "UWE" entwickelt.

Landrat Günter Kern und die SPD-Kreistagsfraktion um MdL Frank Puchtler (Oberneisen) beurteilen die Entwicklung des Tals äußert positiv. Für beide steht es außer Frage, dass die Sommerrodelbahn und die Seilbahn zum Welterbe passen. "Wir sind ein Kreis mit zwei Welterben, davon profitieren wir alle. Und ich bin sicher, dass die UNESCO auch neue Wege und eine Weiterentwicklung anerkennt", so SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Göller
(Eschbach) nach der Sitzung.